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Geschichte

Faszination Ballonsport

 

Im Heißlüfter auf historischen Spuren

 

Wer zum ersten Mal eine Ballonfahrt gemacht hat,

der lernt auch die Zeremonie der Ballontaufe

kennen.

Am eigenen Leib muss er die alte Tauf-Tradition mit den drei  Elementen über sich ergehen lassen.

Und damit bewegt sich jeder neue Ballonfahrer auf historischen Spuren.

 

Ein kurzer Blick zurück

 

Das ersehnte und erstrebte Ziel des Aufstiegs eines Menschen in die Luft wurde erst mit der Erfindung des Heißluftballons durch die Gebrüder Joseph Michel und Jacques Etienne Montgolfier möglich. Am 10. Oktober 1783 war die dazu bestimmte TRAUM-MONTGOLFIERE fertig gestellt. Bei 16 Metern Durchmesser und einem Gewicht von 1600 Pfund umfasste sie stolze 3000 Kubikmeter und besaß am Korb eine umlaufende Galerie aus Weidengefecht. Nach zwei gelungenen Versuchen am Seil, am 15. und 16. Oktober, und einer Ballonfahrt mit ausschließlich tierischer Besatzung (Schaf, Ente und Hahn) starteten die ersten Menschen am 21. November 1783 von Versailles aus erfolgreich zu einer Fahrt von 5 Meilen über Land in einer Höhe bis zu 1000 Metern: Es waren der abenteuerbereite Physiker und Chemiker aus Reims,  Jean-Francois Pilatre de Rozier und der Infanteriemajor Marquis Francois d’Arlandes.

 

 

Der Weg in den Adelsstand der Ballonfahrer

Die erste Fahrt war ein wunderbares Abenteuer, das den Erfindern Ruhm und Ehre einbrachte. Der König erhob die Papierfabrikanten und Forscher Montgolfier damals in den erblichen Adelsstand, ihrem Wappen gab er den Wahlspruch SIC ITUR AD ASTRA, was so viel heißt wie SO GEHT DER WEG ZU DEN STERNEN. Und auch dieses Stück Tradition blieb erhalten und wird vom Hamm-Uentrop Ballooningteam gepflegt. Denn auch heute noch werden alle Ballonfahrer in diesen Adelsstand erhoben, wenn sie zum ersten Mal im Korb eines Ballons gen Himmel aufgestiegensind. Doch vor der Aufnahme in die über 200 Jahre alte Ballonfahrerzunft gibt es eine feierliche Zeremonie mit den unverzichtbaren Elementen Feuer, Wasser und Erde. Der Täufling kniet auf dem Boden nieder. Eine kleine Haarsträhne wird dem Feuer, das den Ballon in die Lüfte trug, geopfert und sofort mit kostbarem Nass,  einem kühlen SEKT versteht sich gelöscht. Eine Handvoll Landeerde wird in den Haaren verrieben.

Rechte und Pflichten des Ballonfahrers

Die neuen Ballonfahrer erhalten mit ihrer Taufe sämtliche Rechte auf Besitz und Lehen der überfahrenen Ländereien, allerdings erst ab einer Elle über dem Boden. Als Getaufte sollen sie nicht vom Ballonfliegen, sondern nur noch vom Ballonfahren sprechen. Auch der Taufname darf auf keinen Fall vergessen werden.

Ein Verstoß wird selbstverständlich auf der Stelle geahndet mit einer Runde SEKT.

 

Glück ab und gut Land!